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Südküste Schweden: Dreifache Wasserhose gesichtet

Südküste Schweden: Dreifache Wasserhose gesichtet

Am Samstag lag der Süden Schwedens unter dem Einfluss eines kleinräumigen Höhentiefs. Das außergewöhnlich warme Wasser der Ostsee begünstigte dabei die Entstehung von Schauern und Gewittern, im Bereich der Südküste des Landes wurden sogar mehrere Wasserhosen beobachtet.

Das Wasser der Ostsee ist aufgrund des ungewöhnlich heißen Sommers in Skandinavien derzeit überdurchschnittlich warm. Wir berichteten darüber u.a. hier: Verkehrte Wetterwelt in Europa. Am Wochenende strömten aus Nordwesten kühle Luftmassen über die Ostsee hinweg, was in Zusammenspiel mit den hohen Wassertemperaturen zu einer labilen Schichtung der Luft geführt hat.

An der Südküste Schwedens wurden am Samstag mehrere Wasserhosen beobachtet, auf einem Bild aus der Provinz Blekinge Iän sind sogar drei Wasserhosen nebeneinander zu sehen!

Wasserhosen

Für die Entstehung von Wasserhosen sind drei Faktoren besonders wichtig:

    • Der Unterschied zwischen der Wassertemperatur und der Lufttemperatur im Niveau der Wolkenbasis: Je größer die Temperaturdifferenz, desto höher die Labilität.
    • Lokale Windkonvergenzen, also Regionen, wo Winde aus zwei unterschiedlichen Richtungen aufeinanderprallen und zu Verwirbelungen führen.
    • Schwache Höhenwinde, da starke Windgeschwindigkeiten die Entwicklung vertikaler Verwirbelungen in der Luft unterdrücken können.

Besonders im Herbst sind Wasserhosen in Küstenregionen keine Seltenheit, da in dieser Jahreszeit die ersten Kaltluftausbrüche besonders über den noch warmen Meeren für hohe Labilitätswerte sorgen. Ganz besonders trifft dies auf den Mittelmeerraum zu, aber gelegentlich kann man sie auch im Binnenland über größeren Seen wie etwa dem Bodensee beobachten.

Wasserhosen und Tornados

Wasserhosen gehören aus meteorologischer Sicht zu  den Großtromben und sind nichts anderes als Tornados über einer  Wasserfläche. Meist entstehen sie allerdings im Bereich lokaler Verwirbelungen der Luft unterhalb von Quellwolken und somit auf ganz unterschiedliche Art und Weise als die kräftigen Tornados, die man häufig auf Bildern aus den USA (und manchmal auch aus Europa) sieht. Letztere entwickeln sich im Zuge von langlebigen Superzellengewittern mit rotierendem Aufwindbereich und sind somit in den meisten Fällen wesentlich stärker. Dennoch können auch Wasserhosen, wenn sie auf Land treffen, für Schäden und herumfliegende Trümmer sorgen.

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