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Der Monsun – von einem Extrem ins andere

Der Monsun – von einem Extrem ins andere

Rekordverdächtige Hitze und Trockenheit, genau das waren im Juni noch die Bedingungen in Pakistan. Sogar 51 Grad Celsius wurden in der Sindh-Stadt Jacobabad gemessen. Erst im Juli haben endlich die lang ersehnten, dann aber meist heftigen Regenfälle eingesetzt. Somit gelangte das Land in nur wenigen Tagen von einer extremen Trockenheit in ein Phase mit historischen Niederschlagsmengen.

Der Monsun ist bekannt dafür, dass er große Regenmengen bringt. Doch dieses Jahr ist deutlich mehr Niederschlag gefallen als in den vergangenen Jahren. In den pakistanischen Provinzen Belutschistan und Sindh im Süden und Westen des Landes ist bereits das fünffache der normalen Monsunregenmenge gefallen, so viel wie seit sechs Jahrzehnten nicht mehr. Somit ist es nicht verwunderlich, dass diese historischen Regenmengen katastrophale Überschwemmungen mit sich bringen, welche schon über tausend Menschenleben gefordert haben. Außerdem haben Millionen von Menschen ihr Hab und Gut in den Fluten verloren.

Was genau ist ein Monsun?

Das Wort Monsun stammt aus dem arabischen und bedeutet Jahreszeit, denn er ist ausschlaggebend für die zwei Jahreszeiten, welche es in dieser Region gibt. Es handelt sich um einen beständigen Wind, welcher zweimal im Jahr recht drastisch seine Richtung ändert. Dadurch entstehen die Jahreszeiten.

Im Sommer wehen die Monsunwinde vom Ozean in Richtung Land. Somit kann die Luft über dem Meer viel  Feuchtigkeit aufnehmen. Trifft diese Luft nun auf die Landmasse kommt es zur Hebung. Somit Kondensiert das Wasser und es bilden sich Wolken, aus denen es schließlich regnet. Dieser Regen wird dann als Monsunregen bezeichnet und die dazugehörige Jahreszeit ist die Regenzeit. Im Winter kehrt dann die Trockenzeit ein. Grund dafür ist die Änderung der Windrichtung. Der Wind weht dann vom Kontinent über das Land und bringt nur noch trocken Luft.

Warum ist der Monsun dieses Jahr so stark ausgefallen?

Üblicherweise schwächt sich der Monsuneffekt im August ab. Dieses Jahr hielt sich aber eine ungewöhnliche Menge an tropischer Feuchtigkeit in der Luft.  Dadurch wurden die saisonalen Regenfälle verlängert und somit haben sich die Überschwemmungen weiter verstärkt. Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 400 000 Häuser und zwei Millionen Hektar Ackerland zerstört. Auch die sozialen Medien zeigen die erschreckenden Bilder der mächtigen Wassermassen.

 

 

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