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Unwetter sorgen für Sturzflut in Spanien

Unwetter sorgen für Sturzflut in Spanien

Entlang der Mittelmeerküste entstanden am Mittwoch kräftige Gewitter, die zum Teil für extreme Sturzfluten gesorgt haben. Besonders betroffen war die Region um Alcanar, im Süden Kataloniens.

Mehrere Gewitter entluden sich am Mittwoch u.a. im küstennahen Hinterland der spanischen Mittelmeerküste, teils wurden extreme Niederschlagsraten verzeichnet. So fielen im Grenzgebiet von Katalonien und Valencia bis zu 78 Liter/m² in 30 Minuten – etwa so viel, wie der durchschnittliche Septemberniederschlag in Wien. Derartige Regenraten führen (über festem Boden) fast unweigerlich zu Sturzfluten, obendrein wurden die Wassermassen durch den hügeligen Küstenbereich kanalisiert Richtung Meer geleitet. In der Stadt Alcanar führte dies zu einer massiven Sturzflut:

Weiterhin gewittrig mit Unwetterpotential

An der Mittelmeerküste Spaniens herrschen, wie üblich für Anfang September, Wassertemperaturen von 24 bis 28 Grad:  Die tägliche Land-Seewindzirkulation führt damit küstennah zu sehr energiereicher Luft, Taupunktstemperaturen bis 24 Grad sind derzeit keine Seltenheit. Das schwache Höhentief über der Iberischen Halbinsel sorgt obendrein für etwas Dynamik, sodass gute Bedingungen für kräftige Gewitter gegeben sind. Bis zum Wochenende verlagert sich die Gewittertätigkeit dann Richtung Balearen.

Wassertemperatur Mittelmeer September 2021 NOAA
Meeresoberflächentemperatur am 30.8.2021- (Quelle: NOAA, http://www.ceam.es/ceamet/SST/SST-latest.html)

 

(Titelbild: Beschädigte Pkw nach den verheerenden Überschwemmungen im September 2019 / Adobe Stock)

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