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Oktober zeigt uns die nass-kalte Schulter

Oktober zeigt uns die nass-kalte Schulter

Das Tief GISELA teilt Österreich beim Wetter heute in zwei Regionen – im Norden und Osten sorgt es noch für dichte Wolken, Regen und Wind, im Westen und Süden hingegen scheint bei bis zu 17 Grad die Sonne. Doch das nächste Tief bildet sich bereits, auch am Wochenende bleibt es feucht und kühl.

 

Satellitenbild vom 14.10.2020, 11:20 Uhr mit Tief GISELA über Polen und den zwei wettertechnisch höchst unterschiedlichen Regionen in Österreich @ UBIMET

Seit mehr als 30 Stunden regnet es inzwischen ohne Unterbrechung in Wien, das kommt nicht allzu häufig vor. Ein typischer Landregen also. Interessant ist dabei auch die Verteilung der Niederschlagsmengen im Stadtgebiet. Sieht man mal von den 9 l/m² in Stammersdorf ab, welche verdächtig falsch erscheinen, so ergibt sich ein schöner Unterschied zwischen dem Südosten und dem Nordwesten. Während also von Oberlaa über Schwechat bis Groß-Enzersdorf 15-20 l/m² innerhalb von 24 Stunden gefallen sind, hat es im Wienerwald über 50 l/m² geregnet und in weiten Teilen des Zentrums 30 bis 40 l/m². Ursache hierfür ist die Orographie.

Gemessene Regenmengen über 24 Stunden bis Donnerstag, 10 Uhr @ UBIMET

 

Im Süden, aber gerade auch im Osten von Österreich hat es damit schon äußerst viel in dieser ersten Oktoberhälfte geregnet. Vom Weinviertel bis ins Mittelburgenland ist bereits jetzt die zwei- bis dreifache Menge an Regen eines durchschnittlichen Oktobers gefallen:

Anteil des bis zum 14.10.2020 gefallenen Niederchlags am klimatologischen Monatsniederschlag vom Oktober @ UBIMET

 

Am Donnerstag folgt schon das nächste Tief namens FOELKE von Italien her. Folglich verdichten sich aus Süden neuerlich die Wolken und im Tagesverlauf breitet sich Regen auf weite Teile Österreichs aus. Am Freitag bleibt es meist grau und nass, nur im Süden klingt der Regen ab. Die Temperaturen bleiben auf einem bescheidenen Niveau, mehr als 3 bis 13 Grad gibt es nicht. Normalerweise belaufen sich die Höchstwerte jetzt zur Mitte des Monats in den Landeshauptstädten auf 15 oder 16 Grad, der nachfolgenden Tabelle kann man die folglich zu erwartende Abweichung bei den Höchsttemperaturen am Freitag entnehmen:

Stadt Höchstwert am Freitag Höchstwert an einem 16. Oktober im langjährigen Mittel (1981 – 2020) Abweichung
Wien 8 Grad 15 Grad -7 Grad
St. Pölten 8 Grad 15 Grad -7 Grad
Eisenstadt 9 Grad 16 Grad -7 Grad
Linz 9 Grad 15 Grad -6 Grad
Graz 11 Grad 16 Grad -5 Grad
Klagenfurt 10 Grad 15 Grad -5 Grad
Salzburg 9 Grad 16 Grad -7 Grad
Innsbruck 9 Grad 16 Grad -7 Grad
Bregenz 9 Grad 15 Grad -6 Grad

 

Noch hält der Oktober bei einem knappen Plus, die milden ersten Tage des Monats machen sich hier noch bemerkbar. Die aktuelle Temperaturabweichung von +0,2 Grad wird sich aber in den nächsten Tagen ins Minus kehren.

 

Am Wochenende wenig Änderung

Auch das Wochenende steht im Zeichen von tiefem Luftdruck, das Tief verlagert sich im Vergleich zum Donnerstag von Italien Richtung Ungarn. Die Folge: Weiterhin viele Wolken, berechtigte Hoffnungen auf zeitweiligen Sonnenschein darf sich der Südwesten machen. Auch Regen bleibt ein Thema, in erster Linie an der Alpennordseite.

Licht am Ende des Tunnels

Die Großwetterlage dürfte sich nach derzeitigem Stand erst zu Beginn der kommenden Woche grundlegend umstellen. Ein kräftiges Tief platziert sich dann über dem Ostatlantik, der Alpenraum gerät demzufolge an dessen Vorderseite in eine zunehmend föhnige Südwestströmung. Die Temperaturen nähern sich zumindest wieder den jahreszeitlichen Normalwerten, mit Föhnunterstützung sind an der Alpennordseite im Laufe der Woche sogar noch einmal rund 20 Grad möglich.

 

Titelbild: Webcambild Wien @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

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