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In der neuen Woche erneut Glatteis in Österreich

Nach verbreitet strengem Frost erreicht eine mächtige Warmfront am Montag Mitteleuropa, überregional bahnt sich somit eine heikle Glatteislage mit teils extremer Glättegefahr an
Glatteiswarnung - AdobeStock
Glatteiswarnung - AdobeStock

Österreich steht vor einer heiklen Wetterphase. In der Nacht auf Sonntag zieht eine Kaltfront durch, die vorübergehend etwas Neuschnee bringt. Dahinter fließt sehr kalte Luft ein, der Himmel klart bis Sonntagabend vielerorts auf – perfekte Bedingungen für kräftige nächtliche Abkühlung. Der Boden ist durch Schnee vorbereitet, die Atmosphäre stark geschichtet: Eine klassische Ausgangslage für spätere Glatteisprobleme.

Großwetterlage am Samstag (10.01.2026) - UBIMET
Großwetterlage am Samstag (10.01.2026) – UBIMET

Kalte Luft übernimmt das Kommando

In der Nacht auf Montag sinken die Temperaturen verbreitet auf -10 bis -15 Grad. In inneralpinen Tälern und schneebedeckten Becken im Norden sind lokal sogar bis zu -20/-25 Grad möglich. Diese tiefen Werte sorgen dafür, dass Straßen, Böden und Objekte stark auskühlen. Wichtig dabei: Diese extreme Kälte bleibt besonders in Bodennähe gespeichert, selbst wenn sich die Luft in höheren Schichten später deutlich erwärmt.

Prognose der Temperaturminima am Montag in der Früh - UBIMET
Prognose der Temperaturminima am Montag in der Früh – UBIMET

Wenn Regen zur Rutschbahn wird

Zwischen Montag und Dienstag überquert eine Warmfront von West nach Ost das Land. In der Höhe wird es rasch milder, während die bodennahe Kaltluft nur sehr langsam verdrängt wird. Im Osten könnte sich die eisige, bodennahe Luft sogar bis über die Wochenmitte hinaus aufrecht halten! Der Niederschlag fällt daher in der neuen Woche nach einer kurzen Schneephase meist als Regen, gefriert aber beim Auftreffen sofort – es kommt zu gefrierendem Regen. Besonders kritisch sind die aktuell vorhergesagten, nennenswerten Niederschlagsmengen im Norden und Osten: Im Flachland kann sich hier ein 0,5 bis 1,5 cm dicker Eispanzer bilden, mit erheblicher Gefahr durch Eisbruch an Bäumen und Leitungen.

Animation der Luftmassen (Dunkelblau = sehr kalt, Orange = mild) bis Dienstag 13.01.2026. Aus Westen wird es in der Höhe deutlich milder - UBIMET
Animation der Luftmassen (Dunkelblau = sehr kalt, Orange = mild) bis Dienstag 13.01.2026. Aus Westen wird es in der Höhe deutlich milder – UBIMET

Hier wird’s besonders tückisch

Das größte Glatteisrisiko besteht im Norden und Osten Österreichs, insbesondere im nördlichen und östlichen Flachland. Hier hält sich die Kaltluft am längsten, während gleichzeitig die Niederschläge intensiv genug sind, um rasch Eis aufzubauen. Aber auch angrenzende Becken- und Tallagen im zentralen und östlichen Bergland sind betroffen. Auch in Nachbarländern wie Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn wird die Lage bis Dienstag ähnlich schwierig. Verkehr, Infrastruktur und gebietsweise auch die Stromversorgung können dadurch beeinträchtigt werden – höchste Vorsicht ist geboten.

Glättegefahr am Montag 12.01.2026 - www.uwz.at, UBIMET
Glättegefahr am Montag 12.01.2026 – www.uwz.at, UBIMET
Glättegefahr am Dienstag 13.01.2026 - www.uwz.at, UBIMET
Glättegefahr am Dienstag 13.01.2026 – www.uwz.at, UBIMET
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