Pünktlich zu den Eisheiligen Kaltlufteinbruch in Österreich
Der Mai machte bislang dort weiter, wo der April aufgehört hat: wärmer als üblich und vor allem rekordverdächtig trocken. Eine nachhaltige Wetteränderung ist nun aber in Sicht. Zu Beginn der neuen Woche zieht eine kräftige Kaltfront auf und leitet pünktlich zu den Eisheiligen – vom 11. bis zum 15. Mai – eine spürbar kühlere und deutlich nassere Phase ein. Bis zur Monatsmitte werden somit Schnee im Bergland und Morgenfrost in manchen Tallagen wieder zum Thema. Die lang anhaltende Trockenheit dürfte zudem etwas gelindert werden.

Am Wochenende noch frühsommerlich warm
Am Samstag stellt sich nach einem meist noch sonnigen Start ein Mix aus Sonne und Wolken ein, über dem Bergland bilden sich allmählich Quellwolken. Am Nachmittag muss man sich hier sowie im Mühl- und Waldviertel auf lokale Schauer und Gewitter einstellen, die besonders rund ums Grazer Bergland vereinzelt auch kräftig ausfallen können. Sonst geht der Tag trocken und freundlich zu Ende. Mit maximal 18 bis 25 Grad wird es wieder wärmer.
Der Sonntag startet verbreitet sonnig, im Laufe des Vormittags ziehen in der Westhälfte jedoch Wolken auf. Von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten bilden sich im Tagesverlauf vereinzelt ein paar Schauer, im Rheintal und Bregenzerwald auch Gewitter. Von Oberösterreich über das östliche Flachland bis in den Südosten bleibt es dagegen freundlich und sonnig. In den Nordalpen wird es leicht föhnig, in der Osthälfte weht mäßiger bis lebhafter Südostwind. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 und 27 Grad.

Die Eisheiligen bringen das kühle Wetter zurück
Pünktlich zum Beginn der Eisheiligen am Montag, dem 11. Mai, nähert sich eine Kaltfront Österreich und sorgt für deutlich unbeständigeres Wetter. Zwar gibt es besonders in der ersten Tageshälfte noch zeitweiligen Sonnenschein, gleichzeitig gehen aber bereits erste Schauer in den Nordalpen nieder. Ab Mittag muss man sich dann recht verbreitet auf teils kräftige Schauer und Gewitter einstellen. Am längsten trocken und freundlich bleibt es zunächst noch im Klagenfurter und Grazer Becken, ehe zum Abend auch dort Gewitter durchziehen. Bei teils kräftigem West- bis Südwestwind werden noch 15 bis 25 Grad erreicht.
Der Dienstag startet von Vorarlberg bis in den Nordosten häufig mit Schauern. Tagsüber lassen diese jedoch nach und die Wolken lockern allmählich auf. Am Nachmittag zeigt sich vielerorts zumindest zeitweise die Sonne. Der Wind weht besonders im Norden und Osten kräftig aus Nordwest. Mit maximal nur noch 11 bis 20 Grad – letztere nur noch ganz im Süden – kühlt es markant ab. Die Schneefallgrenze sinkt im Norden gegen etwa 1000 m ab.

Morgenfrost wird regional wieder zum Thema
Zur Wochenmitte beruhigt sich die Lage aus jetziger Sicht zumindest vorübergehend. Bei nachlassendem Wind und teils aufklarendem Himmel wird es in den Morgenstunden in vielen inneralpinen Tallagen sowie im Mühl- und Waldviertel verbreitet leicht frostig. Selbst im nördlichen und östlichen Flachland könnte es stellenweise für Luftfrost reichen. Die Eisheiligen machen heuer ihrem Namen somit alle Ehre.

Linderung der Trockenheit und Schnee im Bergland
Die unterkühlte Witterung dürfte sich nach derzeitigem Stand auch über die Monatsmitte hinaus und damit auch nach dem Abschied der Eisheiligen am 15. Mai durchsetzen. Dazu bleiben die Chancen auf ergiebige Niederschläge samt reichlichem Neuschnee in höheren Lagen der Alpen erhöht. Der Mai könnte die rekordverdächtige Trockenheit des bisherigen Frühlings somit zumindest teilweise ausgleichen.

