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Februar trotz Wintereinbruchs deutlich zu mild

Mit einer Temperaturabweichung von knapp +3 Grad fällt der Februar deutlich zu mild aus. Daran konnte auch ein markanter Wintereinbruch kurz nach der Monatsmitte nichts ändern. Nicht zuletzt dieser sorgte aber nach zwei sehr trockenen Wintermonaten für ein signifikantes und dringend notwendiges Plus in der Niederschlagsbilanz.
Symbolbild @ https://pixabay.com/de/photos/krokus-fr%c3%bchling-blumen-wildblumen-7086964/
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Erste Frühlingsgefühle

Bis auf wenige Tage zu Beginn des Monats und im Zuge eines Wintereinbruchs nach der Hälfte fiel der Februar durchgängig zu mild aus. Und so verwundert es nicht, dass am Ende des kürzesten Monats im Kalender ein dickes Plus bei der Temperaturbilanz steht. Konkret beträgt die Temperaturanomalie im Vergleich zum Klimamittel 1991-2020 fast +3 Grad. Zu kalte Orte sucht man auf der Wetterkarte vergeblich, am geringsten waren die Abweichungen mit rund +1 bis +1,5 Grad noch im östlichen Flachland. Dem gegenüber gibt es aber auch Regionen mit noch höheren Anomalien als im Österreichmittel: Zum Beispiel endet der Februar am Arlberg, im Lungau und in Unterkärnten sogar rund 4 Grad zu mild. Weitensfeld im Gurktal (Messbeginn 1953) erlebt seinen zweitwärmsten, Tamsweg und Neumarkt mit noch längerer Messreihe den drittwärmsten Februar.

Im gesamten Land war der Februar zu mild.

Nach dem markanten Wintereinbruch rafften frühlingshafte Temperaturen den Schnee schnell wieder dahin, am gestrigen Freitag schafften es die Werte in Weyer sogar erstmals in diesem Jahr über die 20-Grad-Marke. Doch auch Innsbruck und Salzburg kratzten am vorletzten Tag des Monats zumindest an den 20 Grad.

Weyer schaffte es als erster und bisher einziger Ort über die 20-Grad-Marke.

Winterdürre wird gelindert

Mit -66 und -40 Prozent Abweichung fielen die ersten beiden Wintermonate deutlich zu trocken aus, der Februar sorgte hier glücklicherweise für eine spürbare Linderung. Nicht zuletzt der bereits erwähnte Wintereinbruch, sondern generell wechselhafte Verhältnisse sorgten für einen Überschuss an Regen und Schnee von knapp 50 Prozent. Besonders rund um St. Pölten, Graz, in Osttirol und Oberkärnten sowie in vielen Teilen Nordtirols gab es sogar mehr als doppelt so viel Niederschlag wie in einem durchschnittlichen Februar.

Landesweit zu nass – das war der Februar 2026.

Für den gesamten Winter bedeutet dies, dass sich die Niederschlags-Anomalie von -50 Prozent auf nur noch -25 Prozent halbierte. Ohne diesen zu nassen Februar wären die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und auf die Gletscher prekär geworden. Mit dem Wintereinbruch meldeten viele Landesteile ihre größte Schneehöhe des gesamten Winters. In St. Pölten kamen binnen 24 Stunden 20 cm Neuschnee zusammen, gut 15 cm waren es in Wien. Besonders in der Südsteiermark sorgte der nasse Schnee für große Probleme durch Schneebruch.

Hier der Vergleich der Gesamtschneehöhe am Höhepunkt des Wintereinbruchs (20.02.) und am letzten Tag des Monats (28.02.):

Viele Tiefs = weniger Sonnenschein

Der häufige Tiefdruckeinfluss wirkt sich dämpfend auf die Bilanz der Sonnenscheindauer aus. Um rund 25 Prozent seltener zeigte sich die Sonne im Februar, besonders Ober- und Niederösterreich waren mit Anomalien von 40 bis 50 Prozent noch um einiges trüber. In Wieselburg gab es insgesamt nur 30 Sonnenstunden, wovon mehr als die Hälfte auf den sonnigen Monatsabschluss entfielen.

Landesweit liegt ein zu trüber Monat hinter uns.

Extremwerte Februar 2026 (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen

  • 20,5 Grad Weyer (OÖ, 27.)
  • 19,6 Grad Innsbruck Uni (T, 27.) + Salzburg Freisaal (S, 27.)
  • 19,3 Grad Bludenz (V, 26.)
  • 18,8 Grad Feldkirch (V, 27.)
  • 18,4 Grad Kufstein (T, 27.)

Tiefste Temperaturen (<1500 m)

  • -17,4 Grad St. Jakob/Defereggental (T, 02.)
  • -16,7 Grad Liebenau-Gugu (OÖ, 19.)
  • -15,5 Grad Schmirn (T, 18.)
  • -15,4 Grad Schwarzau im Freiwald (NÖ, 15.)
  • -13,9 Grad Seefeld (T, 18.)

Nasseste Orte

  • 231 Liter pro Quadratmeter Mittelberg (V)
  • 229 Liter pro Quadratmeter Warth (V)
  • 215 Liter pro Quadratmeter Schröcken (V)
  • 177 Liter pro Quadratmeter Kössen (T)
  • 167 Liter pro Quadratmeter Alberschwende (V)

Trockenste Orte

  • 18 Liter pro Quadratmeter Friesach (K)
  • 19 Liter pro Quadratmeter Retz (NÖ) + Tamsweg (S)
  • 21 Liter pro Quadratmeter Neumarkt (ST) + Gars am Kamp (NÖ)

Sonnigste bewohnte Orte

  • 119 Sonnenstunden Lienz (T)
  • 113 Sonnenstunden Sillian (T)
  • 112 Sonnenstunden Innsbruck Uni (T)
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