Am Freitag unwetterartige Gewitter in Österreich
Am morgigen Freitag bestimmt ein Höhentief über der Nordsee und ein von Frankreich zur Ostsee ziehendes kleines Tief namens CERRY das Wettergeschehen im Alpenraum. Im Zusammenspiel von einer sehr warmen und feuchten Luftmasse, sowie hoher atmosphärischer Labilität und ausgeprägter Windscherung entwickeln sich im Tagesverlauf auch im Alpenraum verbreitet kräftige, teils unwetterartige Gewitter.
Im Detail bedeutet das:
Im westlichen Bergland ziehen bereits ab den Morgenstunden Regenschauer und einzelne Gewitter durch. Hingegen scheint im Flachland sowie im Süden anfangs noch häufig die Sonne. Am längsten freundlich bleibt es vom Innviertel bis ins Burgenland. Ab Mittag breiten sich von Westen her jedoch zunehmend kräftige Schauer und Gewitter auf das gesamte Bundesgebiet aus.

Dabei muss lokal mit Regenmengen von 30 bis 60 l/m² in kurzer Zeit, Hagel mit Korngrößen von 2 bis 3 cm sowie Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h gerechnet werden. Vereinzelt sind auch höhere Niederschlagsmengen und stärkere Böen nicht ausgeschlossen.
Abseits der Gewitter weht nur schwacher Wind. Die Höchsttemperaturen erreichen je nach Region 25 bis 34 Grad, ehe sie mit Durchzug der Gewitter deutlich zurückgehen.

Richtiges Verhalten bei Gewittern:
- rechtzeitig Schutz in einem festen Gebäude oder einem geschlossenen Fahrzeug suchen
- offene Flächen, Berggipfel, Gewässer sowie einzelne Bäume und Waldränder meiden
Sollte es nicht mehr möglich sein Schutz zu Suchen:
- Abstand zu einzelnen Bäumen, Masten, Zäunen und anderen hohen Objekten halten, da diese bei Blitzeinschlägen gefährlich werden können
- nach Möglichkeit eine tiefer gelegene Stelle, beispielsweise eine Mulde oder Senke suchen
- in die Hockstellung gehen und möglichst klein machen
Ausblick Wochenende
Am Wochenende wird rückseitig des Tiefs über Deutschland schließlich stabilere und auch etwas kühlere Luft in den Alpenraum geführt. Somit geht zwar die Unwettergefahr etwas zurück, unbeständig beleibt es aber weiterhin.
Der Samstag beginnt mit Restwolken und entlang der Nordalpen mit einzelnen Schauern, am Vormittag kommt vor allem im Osten die Sonne zum Vorschein. Nachfolgend breiten sich aber wieder kräftige Schauer und Gewitter aus, lediglich im östlichen Flachland bleibt es meist trocken und häufig sonnig. Auch abseits der Gewitter weht lebhafter, im Osten kräftiger West- bis Nordwestwind. Er bringt langsam etwas kühlere Luft, von West nach Ost werden 21 bis 31 Grad erreicht.

Am Sonntag scheint besonders im Osten und Süden häufig die Sonne, beständiges Sommerwetter ist aber nicht in Sicht. An der Alpennordseite bilden sich rasch wieder Regenschauer und einzelne Gewitter, welche am Nachmittag und Abend auch die lange Zeit freundlichen Regionen zwischen der Südoststeiermark und dem Weinviertel erreichen. Im Donauraum und im Osten weht zeitweise kräftiger West- bis Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen je nach Sonne zwischen 19 und 30 Grad.