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Extremwetter im Oktober: Von Hitze bis Schnee

Extremwetter im Oktober: Von Hitze bis Schnee

Mit dem Oktober verbinden viele den sogenannten goldenen Oktober, eine ruhige Hochdruckphase bei fortschreitender Laubverfärbung. Doch der Oktober kann auch anders, von spätsommerlicher Wärme bis hin zum ersten Schnee ist alles möglich.

Ob ruhiges Herbstwetter, Föhnstürme oder auch Wintereinbrüche, der Oktober kann sich von Jahr zu Jahr von sehr unterschiedlichen Seite präsentieren. Klimatologisch bringt der Oktober in weiten Teilen des Landes die ersten Nächte mit Luft- und Bodenfrost. In Mittelgebirgslagen oberhalb von 1.000 bis 1.300 Meter bringt der Oktober zudem häufig die erste dünne Schneedecke. Selten kann es sogar schon vorkommen, dass selbst in tiefen Lagen erster Schnee fällt.

Späte Hitze und frühe Eiseskälte

Anfang Oktober gab es tatsächlich schon Tage mit über 30 Grad: In Österreich stieg die Temperatur in Eisenstadt (Burgenland) am 1.10.1956 auf erstaunliche 30,1 Grad, in Deutschlandsberg (Steiermark) wurden am 5.10.1983 genau 30 Grad erreicht. Das sind die Hitzerekorde für die Landeshauptstädte:

Wien 28,6 Grad (1942; 2009)
Eisenstadt 30,1 Grad (1956)
St. Pölten 27,8 Grad (2001)
Linz 26,0 (1956)
Graz 27,2 (2019)
Klagenfurt 26,3 (1971)
Salzburg 28,2 (1987)
Innsbruck 26,8 (2009)
Bregenz 29,4 (1966)

Im Oktober kann es allerdings auch schon klirrend kalt werden: So fror man etwa in Sankt Jakob im Defereggen (Osttirol) am 29.10.1997 bei -14,2 Grad und in Sankt Michael im Lungau (Salzburg) am 25.10.2003 bei -13,4 Grad. Selbst in Wien gab es Ende Oktober 1920 -9,1 Grad.

Schießling im Hochschwab: 15 cm Neuschnee auf 1400m - Bild: Mario Gansberger
Schießling im Hochschwab: 15 cm Neuschnee auf 1400m im Oktober 2021 – Bild: Mario Gansberger

Schneehäufigkeit im Oktober

Die Häufigkeit von Schneefall im Oktober hängt stark von der Seehöhe ab. Am Arlberg gibt es fast jedes Jahr eine dünne Schneedecke im Oktober, aber auch im Außerfern, im Lungau oder in Mariazell kommt das statistisch gesehen immerhin alle zwei Jahre vor. In den größeren Tälern wie dem Unterinntal oder dem Murtal gibt es eine dünne Schneedecke dagegen nur alle 5 bis 10 Jahre. Entlang der Donau ist Schnee im Oktober hingegen ein äußerst ungewöhnliches Ereignis und kommt etwa nur alle 50 Jahre vor. In Wien wurde im Oktober bislang zweimal eine Schneedecke gemessen: am 30.10.1940 sowie am 24.10.2003. Eine unterbrochene, dünne Schneedecke gab es in den westlichen Randbezirken aber auch am 28.10.2012.

Markante Ereignisse

Allein in den letzten 15 Jahren gab es mehrmals heftige Wintereinbrüche im Oktober. So fielen beispielsweise am 14. Oktober 2009 rund 30 cm Neuschnee in Seefeld, 20 cm in Turnau und 10 cm in Mariazell. Noch heftiger verlief der Wintereinbruch am 10. Oktober 2013 im Westen Österreichs, als in Seefeld und Patsch bis zu 50 cm Neuschnee fielen und es selbst in Innsbruck etwa 15 cm Nassschnee gab.


Herbststurm

Im Oktober beginnt allmählich die Saison der im Winterhalbjahr gehäuft auftretenden Sturmtiefs. In den Südföhnregionen der Alpen kommt es außerdem gerade im Oktober und November häufig zu Föhnstürmen. Etwa in Innsbruck wurden am 21.10.2014 Orkanböen bis zu 122 km/h registriert. Noch stürmischer war es in Österreich in Wolfsegg (Oberösterreich) mit 127 km/h am 28.10.1998.

Titelbild: Erster Schnee im Oktober © stock.adobe.com

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