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Mehr als 50 cm Schnee in Oberkärnten, Wetterberuhigung kommt

Mehr als 50 cm Schnee in Oberkärnten, Wetterberuhigung kommt

Der Süden Österreichs liegt seit etwa einer Woche fest im Griff einer ausgeprägten Südlage. In Osttirol und Oberkärnten ist dabei gebietsweise schon mehr Schnee gefallen, als durchschnittlich im gesamten Winter zusammenkommt. Der Tiefdruckeinfluss lässt ab Donnerstag aber etwas nach, somit ist auch in den betroffenen Regionen eine langsame Entspannung in Sicht.

Tief YVONNE führt seit Dienstag sehr feuchte Luft nach Österreich. In Osttirol und Oberkärnten sind in den vergangenen Stunden neuerlich 40 bis 70 cm Schnee gefallen. Spitzenreiter ist der Ort Kötschach-Mauthen mit knapp 70 cm Neuschnee. Am Mittwochnachmittag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt aber langsam in den Nordosten des Landes und im Süden kommt es zu einer Wetterberuhigung.

Ort

24-Neuschnee bis Mittwoch, 10 Uhr

Gesamtschneehöhe

Kötschach-Mauthen (K)

68 cm 118 cm

Kornat (K)

54 cm 145 cm

Bad Bleiberg (K)

54 cm 66 cm

Obervellach (K)

47 cm 65 cm

Dellach (K)

47 cm 72 cm

Hermagor (K)

44 cm 54 cm

Lienz (T)

41 cm 76 cm

Obertilliach (T)

37 cm 179 cm
24h Neuschnee bis Mittwoch, 8 Uhr. © UBIMET
Schneemassen auf der Pustertaler Höhenstraße. © Land Tirol

Wintersoll teils schon übertroffen

Zum Teil ist in Osttirol und Oberkärnten innerhalb von etwa einer Woche bereits mehr Regen bzw. Schnee gefallen, als normalerweise im gesamten Winter. In Döllach gab es bereits mehr als dreimal so viel Niederschlag, wie im langjährigen Mittel von Dezember bis einschließlich Februar zu erwarten ist.

Anteil vom Winterniederschlag. © UBIMET

Auch beim Schnee wurde das Wintersoll vielerorts schon erreicht, in Döllach etwa gab es bereits fast 1,5 Meter Neuschnee, im Schnitt fallen hier im Dezember, Jänner und Februar 91 cm.

Ort

Neuschneesumme im Dezember 2020 (eine Messung täglich)

Mittlerer Neuschnee von Dez. bis Feb.

Döllach

139 cm 91 cm

Lienz

88 cm 71 cm

Dellach

80 cm 78 cm
Viel Arbeit für den Winterdienst. © Land Tirol
Am Zettersfeld gibt es ein neuen Schneehöhenrekord für Dezember, auch November 2019 wurde übertroffen. © Land Tirol

Am Mittwochnachmittag bzw. -abend verschiebt sich der Niederschlagsschwerpunkt vom Süden allmählich in den Nordosten des Landes. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf 500 bis 300 m ab. Am abend und in der Nacht schneit es besonders in der östlichen Obersteiermark, am Alpenostrand bzw. im Semmering-Wechsel-Gebiet zeitweise kräftig, in Lagen ab etwa 600 m kündigen sich hier 15 bis 20 cm Neuschnee an.

24h-Neuschneeprognose bis Donnerstagvormittag. © UBIMET

Ruhiges Wetter in Sicht

Am Donnerstag fällt im Osten und Nordosten anfangs noch verbreitet Regen bzw. oberhalb von 300 bis 500 m Schnee, im Tagesverlauf lässt der Niederschlag aber nach. Im Süden und Westen bleibt es bereits trocken und mitunter kommt im westlichen Bergland die Sonne zum Vorschein. Der Freitag bringt in den Niederungen zähen Nebel oder Hochnebel, in den Nordalpen scheint dagegen zeitweise die Sonne. Am Wochenende zieht an der Alpennordseite dann eine schwache Störung durch, diese bringt aber nur im Bergland ein wenig Schnee, wobei die Schneefallgrenze aus Westen gegen 600 bis 1000 m ansteigt. Die Temperaturen ändern sich kaum und erreichen bis zu 5 Grad, am Sonntag im Südosten bei etwas Sonnenschein auch 7 Grad.

Ein Vorher-Nachher-Vergleich aus dem Lesachtal. © Alpenhof-Wolayersee

Titelbild © AdobeStock

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