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Am Wochenende Schnee im Westen, Waldbrandgefahr im Osten

Ein Italientief bringt im westlichen Alpenraum markante Regen- und Neuschneemengen, nach Osten zu setzt sich die Trockenheit fort
Später Schnee im Frühling ist keine Seltenheit. Quelle: https://pixabay.com/photos/plum-tree-prunus-domestica-1353814/
Später Schnee im Frühling ist keine Seltenheit. Quelle: https://pixabay.com/photos/plum-tree-prunus-domestica-1353814/

Nach einem äußerst ruhigen Freitag greift eine aus Westen langsam vorankommende Front am Wochenende ins Wettergeschehen ein. Mit Bildung eines für die Jahreszeit durchaus kräftigen Italientiefs wird es auch im Westen und Südwesten Österreichs zunehmend unbeständig. Von Samstag auf Sonntag sind von Vorarlberg über Tirol bis nach Oberkärnten verbreitet 10 bis 30 l/m² Niederschlag in Sicht.

Prognostizierte Niederschlagssumme am Wochenende - UBIMET
Prognostizierte Niederschlagssumme am Wochenende – UBIMET

Im Westen Neuschnee

Gleichzeitig sickert kältere Luft aus Nordeuropa in Richtung westlichen Alpenraum ein. Im Grenzgebiet Schweiz-Italien sind bis Sonntag größere Neuschneemengen bis in viele Tallagen zu erwarten, auf den Bergen sind hier ein bis zwei Meter Neuschnee binnen weniger Stunden im Bereich des Möglichen! Aber auch in Vorarlberg und im Tiroler Oberland sinkt die Schneefallgrenze zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen oft bis in die Tallagen. Selbst im Rheintal ist Sonntagfrüh mit nassem Schneefall zu rechnen, rund um den Arlberg sind bis dahin oft 10-30 cm Neuschnee in Sicht.

 

Prognostizierte Neuschneesumme im Alpenraum am Wochenende - UBIMET
Prognostizierte Neuschneesumme im Alpenraum am Wochenende – UBIMET

Im Osten windig samt erhöhter Waldbrandgefahr

Nach Osten zu bleibt es am Wochenende nahezu komplett trocken. Zudem frischt am Samstag in den Nordalpen und im Osten kräftiger, föhniger Süd- bis Südostwind auf. Tagsüber sind in exponierten Lagen häufig stürmische Böen um 60-70 km/h einzuplanen – siehe Warnungen dazu. Aufgrund der windigen Verhältnisse und der anhaltenden Trockenheit muss man am Wochenende in der Natur sehr aufpassen, denn die Flur- und Waldbrandgefahr sind vorübergehend erhöht!

 

Prognose der maximalen Windböen aus Süd bis Südost am Samstag - UBIMET
Prognose der maximalen Windböen aus Süd bis Südost am Samstag – UBIMET
Prognose der Waldbrandgefahr am Wochenende - UBIMET
Prognose der Waldbrandgefahr am Wochenende – UBIMET

März bislang vor allem im Osten sehr mild und trocken

Die ersten zwei Märzwochen waren vor allem in der Osthälfte sehr trocken und deutlich wärmer im Vergleich zum Klimamittel 1991-2020. Im östlichen Flachland ist im bisherigen März verbreitet kein einziger Regentropfen gefallen. Zudem beträgt die Temperaturabweichung der ersten Monatshälfte hier oft +4 bis +5 Grad. Beispiel Wien (Messbeginn 1873): Hier war die erste Märzhälfte nur im Jahr 2019 noch milder.

Temperaturabweichung vom Klimamittel 1991-2020 im bisherigen März - UBIMET
Temperaturabweichung vom Klimamittel 1991-2020 im bisherigen März – UBIMET
Akkumulierte Niederschlagsmenge im bisherigen März - UBIMET
Akkumulierte Niederschlagsmenge im bisherigen März – UBIMET

Erwachen der Vegetation

Bei dieser Ausgangslage ist es somit kein Wunder, dass die Vegetation trotz des kalten Jänners nun rasant schnell erwacht. Nach einem verzögerten Start steigt die Grünlandtemperatursumme rasch an: Das östliche und südöstliche Flachland sowie die breiteren Tallagen der Alpen haben die 200-Marke („Vegetationsbeginn“) bereits erreicht und übertroffen. Das nördliche Flachland wird bald folgen.

 

Statistik der Wärmesumme oder Grünlandtemperatursumme (Ein Wert = 200 führt zum Erwachen der meisten Pflanzenarten) für Innsbruck, Graz, Kremsmünster und Wien im Jahr 2026 – UBIMET
Statistik der Wärmesumme oder Grünlandtemperatursumme (Ein Wert = 200 führt zum Erwachen der meisten Pflanzenarten) für Innsbruck, Graz, Kremsmünster und Wien im Jahr 2026 – UBIMET

 

 

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